Blasrohr
Eckdaten:
Sportgeräte: Blasrohr
Kaliber: Pfeil
Altersfreigabe: keine
Disziplinen: 7,5m
Erklärung
Blasrohrschießen ist eine noch junge Disziplin im Schießsport, die europaweit immer mehr Anhänger findet. Auf den ersten Blick wirkt sie simpel – doch bereits das Ausatmen eines einzigen Pfeils erfordert Konzentration, Atemtechnik und innere Ruhe. Spaß bringt der gemeinsame Wettkampfcharakter, die Förderung des Lungenvolumens und die Möglichkeit, ohne Lärm und Rückstoß sowohl im Sitzen als auch im Stehen zu trainieren.
Geschossen wird mit einem geraden Rohr, das je nach Klasse und Vorliebe zwischen 100 und 170 cm lang ist und einen Innendurchmesser von 10, 14 oder 16 mm aufweist. Am vorderen Ende sitzt ein einfaches Mundstück aus Kunststoff. Durch einen explosionsartigen Luftstoß werden Pfeile – typischerweise mit Metall-, Carbon- oder Holzschaft und Kunststoffkonus – angetrieben. Visiere oder andere Zielhilfen sind nicht erlaubt, um die Fairness und den puren Charakter der Disziplin zu erhalten.
Im offiziellen Wettkampf (Scheibe) absolvieren alle Klassen 60 Pfeile in zehn Passen zu je sechs Schuss, wobei nach 30 Pfeilen eine Pause von mindestens 15 Minuten eingelegt wird. Die Standardentfernung beträgt für die meisten Altersklassen sieben Meter, für die jüngste Schülerklasse (Schüler III, 7–10 Jahre) fünf Meter; die erlaubte Toleranz liegt bei ±10 cm.
Blasrohre sind in Deutschland zwar grundsätzlich Waffen im Sinne des Gesetzes, von der Anwendung und dem Erwerb jedoch ausgenommen – eine gesetzliche Altersgrenze existiert daher nicht. Viele Vereine empfehlen dennoch einen spielerischen Einstieg ab etwa sechs Jahren. Offiziell dürfen die Jüngsten in der Schüler III-Klasse ab sieben Jahren an den Start gehen, sofern eine fachkundige Aufsicht gewährleistet ist.


