Bogen
Eckdaten:
Sportgeräte: Bogen (Recurve, Compound)
Kaliber: Pfeil
Altersfreigabe: keine
Disziplinen: 18m, 70m
Erklärung
Bogenschießen ist eine traditionsreiche Sportart, bei der Pfeile mithilfe eines Bogens – ganz ohne Lärm oder Rückstoß – auf Zielscheiben beschleunigt werden und dabei höchste Präzision und Konzentration erfordern.
Im Wettkampfsport unterscheidet man drei Hauptbogenklassen:
Der Olympische Recurvebogen wird im Freien auf 70 m geschossen, die Zielauflage misst 122 cm im Durchmesser (die „Zehn“ hat dabei einen Durchmesser von 12,2 cm). In der Halle wird auf 18 m mit einer 60 cm-Auflage (Schüler) bzw. 40 cm-Spot (Jugend und Erwachsene) trainiert. Der Compoundbogen nutzt ein Flaschenzugsystem und kommt im Freien auf 50 m mit einer 80 cm-Spot-Auflage (Zehn = 8 cm) sowie in der Halle auf 18 m mit 40 cm-Spot zum Einsatz. Beim Blankbogen (Barebow) verzichtet man auf Visier und Ausleger und schießt im Freien üblicherweise auf 50 m (80 cm-Auflage) oder 35 m.
Einsteiger im Recurve-Bogenschießen wählen meist Zuggewichte von 30–40 lbs (≈ 13–18 kg), um die Technik schrittweise zu erlernen. Bei Compoundbögen sind Zuggewichte von 50–60 lbs (≈ 22–27 kg) üblich, kombiniert mit Let-off-Raten von 60–70 %, sodass nach dem Vollauszug nur noch 30–40 % des Gewichtes gehalten werden müssen.
Rechtlich gibt es in Deutschland keine feste Altersgrenze für das Bogenschießen; entscheidend sind vielmehr körperliche Voraussetzungen und Koordination. Viele Vereine empfehlen, Kinder frühestens ab etwa 6 Jahren spielerisch an den Sport heranzuführen.


