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Unsere Tradition
Gemeinschaft-Sportlichkeit-Freundschaft

Das Schützenwesen in Deutschland lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen, als sich örtliche Schützengilden gründeten, um die Bürger im Umgang mit Waffen auszubilden und die Städte gegen Plünderer und Angriffe zu schützen. Über die Jahrhunderte entwickelten sich daraus zunehmend gesellschaftliche Ereignisse: Regelmäßige Schießwettbewerbe stärkten den Zusammenhalt unter den Teilnehmern und pflegten lokale Identitäten. 

 

Im 19. Jahrhundert erhielten die heute noch existierenden Schützenvereine ihre moderne Prägung: 1861 gründete man in Gotha den Deutschen Schützenbund (DSB) als ersten bundesweiten Dachverband für das Sportschießen und den Bogensport. Im Nordwesten Deutschlands formierte sich erst deutlich später ein eigener, regionaler Verband: Der Nordwestdeutsche Schützenbund (NWDSB) wurde am 14. Januar 1951 ins Leben gerufen und nahm damit die jahrhundertealte Tradition der Schützengilden im nordwestdeutschen Raum offiziell wieder auf.

 

Bis heute sind die Schützenfeste der öffentlichste Ausdruck dieses Brauchtums: In vielen Städten und Dörfern Norddeutschlands – von Bremen bis Osnabrück, von Oldenburg bis Lüneburg – begeht man sie als bunte Volksfeste mit Festzelten, Marschmusik, Umzügen und Paraden. Höhepunkt ist meist der Königsschuss, nach dem der beste Schütze oder die beste Schützin zum Schützenkönig bzw. zur Schützenkönigin gekrönt wird, während Blas- und Spielmannszüge für festliche Stimmung sorgen  .

 

Der Nordwestdeutsche Schützenbund e.V. (NWDSB) ist heute einer von zwei Landesverbänden in Niedersachsen und unmittelbares Mitglied des Deutschen Schützenbundes. Er umfasst rund 800 Schützenvereine mit etwa 110.000 Mitgliedern und erstreckt sich auf die Freie Hansestadt Bremen sowie weite Teile Nordwestniedersachsens. Sitz der Geschäftsstelle und des Landesleistungszentrums ist Bassum (seit 1965; zuvor in Bremen). Die Vereine sind in Kreisverbänden organisiert, die wiederum 11 Bezirksschützenverbände bilden, darunter der Bezirksschützenverband Osterholz, der Bremer Schützenbund, der Oldenburger Schützenbund und der Ostfriesischen Schützenbund. Jährlich tagen die Delegierten beim Nordwestdeutschen Schützentag, dem obersten Organ des Verbandes, um Präsidium und Satzung zu wählen.

 

Die kulturelle Bedeutung des Schützenwesens wurde 2016 offiziell gewürdigt: Am 11. März 2016 erklärten die Deutsche UNESCO-Kommission, die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien das Schützenwesen in Deutschland zum „Immateriellen Kulturerbe“, um die jahrhundertealte Vielfalt an Bräuchen, Festen und Ritualen für kommende Generationen zu erhalten  

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